Kartoffel im Blick: Niederschläge begünstigen Phythophtora
- 11. Juni
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„Kein Tag ohne Regen“… auf der einen Seite sind wir auf Niederschläge dringend angewiesen. Im Laufe der Vegetation werden wir sicher noch dankbar dafür sein. Andererseits steigt der Infektionsdruck von Phythophtora in Kartoffeln nun deutlich an. Hier ist nun ein konsequentes Fungizidmanagement wichtig. Auch ohne Befall sollte spätestens alle 7 Tage behandelt werden.
Unserer Einschätzung nach sind die Spritzabstände in vielen Betrieben aktuell zu lang!
Aufgrund Ihrer hohen Wasserlöslichkeit verteilen sich die Wirkstoffe Cymoxanil und Propamocarb sehr schnell in der Pflanze und bekämpfen die Phythophtora somit extrem gut. Daher sollten im besten Fall nun beide Wirkstoffe appliziert werden. Zusätzlich empfiehlt sich als Sporentöter Ranman Top mit guter Regenfestigkeit.
In der nächsten Woche stellt sich beständigeres Wetter ein. Hier sind dann Zorvec-Produkte mit einer guten Dauerwirkung zu empfehlen.
Nach starken Schauerereignissen (Mittwochabend >30 mm Grenzregion Goch) kann es durch Regen und Wind zu Stängelbruch kommen, welcher Eintrittspforten für bakterielle Erreger darstellt. Hier sollte dann kurzfristig Kupfer zur Desinfektion zugesetzt werden (Funguran/Cuprozin Progress, Mantus).
Schon mehrere Wochen sind Eigelege von Kartoffelkäfern sichtbar, teils auch an Maispflanzen! Vom Zeitpunkt der Eiablage benötigt es 2 – 3 Wochen bis die Larven schlüpfen, welche hauptverantwortlich für den Blattfraß sind. Eine Bekämpfung wird aller Voraussicht nach in den kommenden Maßnahmen nötig sein. Hierfür stehen vorrangig Coragen und Mospilan/Danjiri zur Verfügung.




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