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Hitzewelle lässt Kurse steigen

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit












Der Markt erlebt in der laufenden Schlachtwoche eine insgesamt deutliche Belebung. Die Notierungen legen teils sehr kräftig um.


Die extremen Temperaturen in Mittel- und Südeuropa führen aufgrund geringerer Tageszunahmen europaweit zu einem spürbaren Rückgang der Schlachtgewichte und einem knappen Angebot an lebenden Schweinen. Gleichzeitig zieht die Nachfrage an und der Fleischhandel zeigt eine Belebung. Daraus resultierend lassen sich im Fleischgeschäft höhere Preise umsetzen, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).


Angebot hierzulande deutlich begrenzt

Spürbar verbessert hat sich laut ISN die Marktbild im richtungsweisenden Deutschland. Das witterungsbedingt deutlich begrenzte und für die Nachfrage nicht ausreichende Lebendangebot werde vom Handel zügiger abgenommen. Die Notierung legte am vergangenen Mittwoch um 10 Cent zu.


Die Niederlande und Österreich folgten der Vorgabe aus Deutschland unmittelbar und die Notierungen machten ebenfalls einen deutlichen Sprung nach oben. Die belgische Notierung setzte den in der Vorwoche eingeleiteten Preisanstieg um weitere korrigierte 8 Cent fort, heißt es.


In Frankreich legte der Preis für Schlachtschweine den Angaben zufolge seit sieben Wochen sukzessive zu, der jüngste Notierungsanstieg betrage korrigierte 4 Cent. Im europäischen Preisgefüge liege die französische Notierung inzwischen um 12 Cent über der spanischen Notierung, die nach langer angespannter Marktlage zuletzt lediglich um 1 Cent zulegt. Die Schlachtgewichte pendelten aufgrund der Hitzewelle in Spanien in den vergangenen Wochen deutlich zurück und liegen laut Mercolleida um 3,25 kg unter dem Vorjahresgewicht.


Danish Crown ändert nichts

Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown belässt gegen den allgemeinen positiven Trend die Notierung auf dem im europäischen Vergleich sehr niedrigen Preisniveau von 1,00 €. Als Begründung werde angeführt, dass es sich bei dem aktuellen Preisanstieg um einen vorübergehenden, hitzebedingten Effekt handle und der Druck im Herbst zurückkehren dürfte. Zudem belasteten weiterhin das strukturelle Überangebot in Europa und der harte Konkurrenzdruck beim Export nach Asien den Markt.


Das aktuell verfügbare Angebot an schlachtreifen Schweinen wird zu Wochenbeginn rege umworben und die Belebung der Nachfrage hält an, beschreibt die ISN die Tendenz für den deutschen Markt.


 
 
 

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