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09.04.2026
GETREIDE
Nachdem das Ultimatum der USA an den Iran in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch um 02 Uhr deutscher Zeit abgelaufen war, hatten sich viele schon auf das Schlimmste eingestellt. Aber Trump überraschte einmal mehr und verkündete einen Waffenstillstand für min. zwei Wochen, der auch seitens des Irans bestätigt wurde. Auch die Freigabe der Straße von Hormus sei in Arbeit. Die Rohölpreise reagierten mit einem Preisprung von knapp 15% talabwärts und auch der Agrarmarkt folgte mit dunkelroten Vorzeichen. Nun bleibt natürlich die große Frage - wie lange kann die Welt sich diesmal auf die Aussagen Trumps verlassen?! Der physisiche Getreidemarkt zeigt sich zur Stunde noch recht unbeeindruckt und läuft weiter seitwärts gerichtet.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Der Trump Deal hat die Rohölpreise deutlich fallen lassen. In diesem Sog hat Mittwoch auch der Raps deutlich verloren. Die Notierung an der Matif sank zu Börsenbeginn um satte 10,- / to. Die Märkte werden weiterhin in den nächsten Tagen jede Nachricht in der Notierung verarbeiten. Raps ex Ernte 26 franko Kleve, Spyck liegt bei ca. 480,-. Immer noch ein interessantes Preisniveau.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Die Ölsaaten reagierten, wie zuletzt schon häufig zu beobachten, stärker als das Getreide - natürlich vor allem durch das Rohöl bedingt. Da aber auch der Euro positiv auf die Signale aus den USA und dem Iran reagierte und wieder auf knapp 1,17 anstieg, konnten die Importprodukte ein kleines Down verzeichnen. Sollte sich die Situation im Iran nachhaltig beruhigen und die fundamentalen Daten wieder in den Fokus rücken, wäre der Weg für eine Preiskorrektur nach unten frei.
RAPSSCHROT
Das Rapsschrot hält sich auf dem erreichten Niveau und kann nur minimale Preiskorrekturen ausweisen. Dies liegt vor allem am physisch knappen Angebot im vorderen Markt, da die Ölmühle der ADM in Spyck nach dem Crush von kanadischer GMO-Rapssaat noch nicht wieder mit NON-GMO-Rapsschrot am Markt ist. Außerdem richtet sich der Blick natürlich auch hier auf die weitere Entwicklung der Situation im Iran und dessen Auswirkungen auf die Rapssaat und das Rapsöl.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Ein Frieden im Nahen Osten würde die Energiemärkte entlasten und auch die Logistik mit Rohstoffen wie Ammoniak in der Straße von Hormus ermöglichen. Es wird sich in den nächsten Tagen zeigen, wie die “Deals” der Kriegsparteien aussehen. Eine unmittelbare Absenkung beim Dünger wie beim Öl wird es nicht geben. Friedensbemühungen werden sich nur mit Zeitverzug in den Preisen wiederfinden. Es bleibt bei hohen Tagespreisen im Großhandel und in der Landwirtschaft.
ENERGIE
Diese Woche wird der Ölmarkt weiterhin stark von geopolitischen Spannungen beeinflusst, die das Risiko von Lieferunterbrechungen erhöhen und die Preise stützen. Gleichzeitig sorgen hohe Fördermengen und ausreichende Lagerbestände dafür, dass größere Preissprünge begrenzt bleiben. Die Nachfrage entwickelt sich verhalten, was zusätzlichen Druck auf die Marktbalance ausübt. Insgesamt bleibt die Lage angespannt und volatil, weshalb empfohlen wird, Dieselbestände rechtzeitig aufzufüllen, um möglichen Lieferengpässen vorzubeugen.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 08.04.26: 1,70€ (Vorwoche 1,70€)
Das Schlachtschweineangebot findet nach Ostern weitgehend vollständig seine Käufer. In der neuen Schlachtwoche bleibt es bei einem stabilen Schlachtschweinepreis.




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