Aktuelle Marktnews
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16.07.2026
GETREIDE
Während in unseren Regionen die Ernte auf Hochtouren läuft und nach der Gerstenernte erneut Druck entsteht, bleibt die Situation am Schwarzen Meer das beherrschende Thema für den globalen Weizenhandel. Der Schiffsverkehr in und aus dem Asowschen Meer ist nach wie vor unterbrochen, und es ist unklar, wie lange die Behinderungen andauern werden. Über diese Route werden ca. 25 Prozent der russischen Weizenexporte abgewickelt. Entsprechend werden, wie zu Kriegsbeginn in 2022, wieder Risikoprämien in die Börsennotierungen eingepreist. Außerdem glätten die Finanzinvestoren (Fonds) ihre Short-Positionen (Wetten auf fallende Preise) und treiben den Markt damit um ein Vielfaches nach oben. Aufgrund des regionalen Erntedrucks haben diese Preisentwicklungen für die Erfassung nur bedingte Auswirkungen. Auf Termin sind aber auch die physischen Preise gewaltig angestiegen.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Der Rapspreis ist im Sog der Rohölnotierungen im Höhenflug und erreicht auf den Börsenmonat August Höchststände. Raps ex Ernte frei ADM Kleve liegt bei ca. 525,00 Euro.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Neben dem neu aufgeflammten Konflikt zwischen dem Iran und der USA, sowie den chinesischen Käufen von Sojabohnen in den USA (ca. 300.000 Tonnen), bringt auch die Situation in der Schwarz Meer Region im Eiweißbereich weitere Unterstützung. Außerdem sorgt die Niedrigwasser-Situation am Rhein und auf den niederländischen Wasserstraßen für große logistische Probleme. Die klassischen grenznahen Stationen sind nicht mehr zu erreichen und eine Fracht ab Rotterdam/Amsterdam wird notwendig, die mit Aufpreisen verbunden ist.
RAPSSCHROT
Für das Rapsschrot ist Niedrigwasser ein noch bedeutenderes Thema, da die niederrheinischen Ölmühlen das produzierte Öl über den Wasserweg nicht mehr abtransportiert bekommen. Es resultiert eine Drosselung des Crushs und damit auch des Rapsschrot-Ausstoßes. Diese Situation treibt vor allem den Spot-Markt in die Höhe, setzt sich aber auf den Terminen fort. Schließlich wirkt das gesamte Agrarmarktumfeld zurzeit unterstützend.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Nach den neu aufkommenden Kampfhandlungen und den dadurch anziehenden Gaspreisen hat die Industrie ihre Preise wieder zurückgezogen. Das Preisniveau war zuvor tatsächlich auf ein kaufwürdiges Niveau abgesenkt worden. Nun findet der Markt getrieben durch geopolitische Spannungen erneut eine andere Richtung. Aufgrund der nicht kalkulierbaren Situation halten sich Industrie und Handel zurück. Die Landwirtschaft ist mit der Ernte beschäftigt. Kaufentscheidungen beim Dünger werden ohnehin nicht getroffen.
ENERGIE
Der Ölmarkt steht in dieser Woche erneut unter starkem Einfluss der Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Die Sorge um mögliche Störungen in der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Öltransportrouten der Welt – hat die Ölpreise spürbar steigen lassen. Gleichzeitig bleibt das globale Angebot grundsätzlich ausreichend, wodurch größere Preissprünge bislang begrenzt werden. Insgesamt bleibt die Marktlage äußerst volatil und stark von politischen Entwicklungen abhängig.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 15.07.26: 1,40 € (Vorwoche 1,40 €)
Nach dem Preisrückgang entwickelt sich die Lage auf dem Schlachtschweinemarkt wieder ausgeglichener, so dass fortgesetzt mit unveränderten Preisen gerechnet werden kann.




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