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Moskau bestätigt offiziell - und stellt diese Maßnahmen in Aussicht

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit












Der ukrainische Angriff auf den Asow-Don-Kanal ist in aller Munde. Nun gibt Russland klare Informationen dazu. So reagieren die Preise.


Die Lage im Asowschen Meer wird Russlands Exporte und die Versorgung des Binnenmarkts mit Lebensmitteln nicht beeinträchtigen, teilte das russische Landwirtschaftsministerium mit.


Das Ministerium betonte, dass bei Bedarf die Logistik der landwirtschaftlichen Versorgung auf andere Bereiche umgelenkt wird. Dies sei möglich aufgrund erheblicher Kapazitäten für den Umschlag landwirtschaftlicher Güter in verschiedenen Regionen des Landes, zitiert das einheimische Fachportal Zol.ru die offizielle Erklärung der Regierung.


 „Derzeit werden alternative Routen für die Frachtströme gemeinsam mit den zuständigen Abteilungen und Unternehmen ausgearbeitet“, erklärte das Ministerium.


 Zudem berichtete die Agrarministerin der Region Rostow, Anna Kasyanenko, dass die Region an Lösungen für den nachhaltigen Betrieb der Logistikkette vor dem Hintergrund vorübergehender Schwierigkeiten mit der Schifffahrt im Asowschen Meer arbeitet.


 Im Gegenzug teilte das russische Verkehrsministerium der Nachrichtenagentur Tass mit, dass die Abteilung alle notwendigen Maßnahmen ergreife, um die Logistik im Asowschen Meer sicherzustellen. Schiffseigner erarbeiten Schutzmaßnahmen, in den Häfen arbeiten sie daran, den Schiffsverkehr zu verbessern und ihre Bearbeitungszeit zu verkürzen.


Das war vergangene Woche passiert

Hintergrund: Die russische Regierung hatte am Freitagabend ab 19:10 h MESZ den Schiffsverkehr auf dem Asow-Don-Kanal ausgesetzt, der den Don mit dem Asowschen Meer verbindet. Das berichteten drei Quellen aus der Getreideexportindustrie der Nachrichtenagentur Reuters.


Diese Entscheidung wurde Reuters zufolge nach einem Angriff ukrainischer Drohnen auf 13 russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen, darunter zehn Tanker. Internationale Analysten schätzen, dass bis zu ein Viertel der Weizenexporte aus Russland, dem weltweit größten Lieferanten dieses Getreides, durch das Asowsche Meer strömen. Dies wären derzeit so zwischen 11 und 12 Mio. t Weizen pro Jahr – eine Menge, die eine sehr starke Wirkung auf die Weltmärkte haben könnte.


So reagierten die Weizenkurse

So reagierten die Börsen auch gleich am Freitag nach Bekanntwerden auf die mit starken Ausschlägen. Beispielsweise gewannen die Kurse an der CBoT mehr als 20 US-Cent. Auch die europäischen Weizenmärkte wurden dadurch in die Höhe getrieben. Am Montag drehten die Kurse dann wieder ins Minus.


Bis Dienstagabend zog der September-Kontrakt in den USA 8,60 US-Cent auf 644,00 US-Cent/bushel an. An der Euronext legte der September-Weizen 1,50 € auf 216,25 €/t zu. Die Weizenfutures heute Morgen zeigten überwiegend eine leichte Seitwärtstendenz, aber auch weiterhin Gewinne im einstelligen US-Cent-Bereich.


 
 
 

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