Aktuelle Marktnews
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30.07.2026
GETREIDE
Die Stimmung am Weizenmarkt bleibt von großer Vorsicht geprägt. Händler beobachten weiterhin die Lage am Schwarzen Meer. Derzeit lässt sich nicht abschätzen, ob die Risiken für den globalen Getreidehandel in den aktuellen Kursen bereits vollständig eingepreist sind oder ob sie möglicherweise überbewertet werden. Nachdem vor dem vergangenen Wochenende Signale der Beruhigung aus der Schwarz Meer Region kamen, gaben die Börsen deutlich nach und verloren seitdem ca. 10,00 €/t. Physisch hält die Niedrigwassersituation die vorderen Preise hoch, da die Schiffe nicht bis zu den niederländischen Mischfutterwerken durchkommen und so kurzfristig LKW-Ware gesucht wird.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Der Rapspreis ex Ernte 26 hat in den letzten Tagen deutlich korrigiert. Der auslaufende August Kontrakt an der MATIF hat teilweise einen Sinkflug hingelegt und war zu Preisfindung am Kassamarkt nicht mehr geeignet. Grund sind hier aber eher technische Aktivitäten, um Kontraktpositionen glatt zu stellen. Ex Ernte liegt der Tagespreis bei ca. 505,- € Die neue Ernte 2027 kann mit ca. 490,- € abgesichert werden. Grundsätzlich wird der Preis weiterhin vom Rohölpreis und von Einschränkungen der Logistik bei der ukrainischen Erntevermarktung bestimmt.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Neben dem neu aufgeflammten Konflikt zwischen dem Iran und der USA, sowie den chinesischen Käufen von Sojabohnen in den USA (total ca. 600.000 Tonnen), bringt auch die Situation in der Schwarz Meer Region im Eiweißbereich weitere Unterstützung. Außerdem sorgt die Niedrigwasser-Situation am Rhein und auf den niederländischen Wasserstraßen für große logistische Probleme. Die klassischen grenznahen Stationen sind nicht mehr zu erreichen und eine Fracht ab Rotterdam/Amsterdam wird notwendig, die mit Aufpreisen verbunden ist.
RAPSSCHROT
Die Ölmühlen entlang des Rheins haben ihre Crush-Kapazitäten bereits um 30% drosseln müssen, da nicht mehr Öl über den Wasserweg abfließen kann. Der spot-Markt bleibt somit unterstützt und solange kein Niederschlag in Sicht ist, wird sich diese Situation nicht auflösen. Vorne also gut in der Ware bleiben und nach hinten auf Sicht fahren, wenn einem die Niveaus noch nicht passen.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Die Düngerpreise kennen nur eine Richtung. Mit erneutem Anzug der Gaspreise, massiven geopolitischen Spannungen fehlt jede Phantasie für auch mittelfristig fallende N Preise. Einzig der Kali bewegt sich abgekoppelt von den Entwicklungen auf einem “Normalniveau.” AHL hat seine Preiswürdigkeit ebenfalls verloren. In Kombination mit teurem ASL und anderen Schwefelkomponenten können sich auch die flüssigen N-Düngern nicht der Entwicklung entziehen.
ENERGIE
Diese Woche bleibt der Ölmarkt von der Entwicklung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran geprägt. Nachdem Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte die Preise zunächst belastet hatten, sorgten neue militärische Zwischenfälle und die Sorge um die Sicherheit wichtiger Transportwege wieder für steigende Risikoprämien. Gleichzeitig fließt weiterhin ein Großteil des Öls aus der Golfregion auf den Weltmarkt, wodurch ein stärkerer Preisanstieg bislang begrenzt bleibt.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 29.07.26: 1,40 € (Vorwoche 1,40 €)
Das verfügbare Schlachtschweineangebot wird zügiger aufgenommen, entspricht aber überwiegend dem Bedarf. Es bleibt insgesamt noch bei einem unveränderten Preis.



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