Kontrolle Rapserdfloh, Herbizid & Co

Der Rapserdfloh ist verantwortlich für den markanten „Lochfraß“ der Blätter. Da dieser Schädling nachtaktiv ist, kann er am besten in der Abenddämmerung bonitiert werden. Auch eine Bonitur mittels Gelbschale ist möglich. Da der Rapserdfloh, anders wie zum Beispiel der schwarze Kohltriebrüssler, nicht auf die Farbe (gelb) reagiert, sind dies nur Zufallsfänge.
ACHTUNG: Die Gelbschale muss von nun an mit dem Rapsbestand „mitwachsen“!
Durch den deutlich ausgedehnten Rapsanbau ist grundsätzlich auch von höherem Schädlingsdruck auszugehen!
Schadschwellen zur Bekämpfung des Rapserdflohs:
· bis 4-Blattstadium: 10 % zerstörte Blattfläche
· mind. 50 Käfer / Gelbschale in 3 Wochen (bis Ende Sept.)
· bis Vegetationsende: 3-5 Larven pro Pflanze (Kontrolle der Blattstiele)
Bei Befallsüberschreitung ist ein Pyrethroid einzusetzen. Ein insektizider Beizschutz ist spätestens bei Ausbildung des 4. Laubblattes nicht mehr zu erwarten!
In der nächsten Woche stehen auf ersten Flächen die blattaktiven Herbizidanwendungen (LaDiva, Runway etc) an. Bitte vorher den Besatz mit Ausfallgetreide kontrollieren und nur freigegebene Mischungen durchführen (→ Rücksprache Agri V-Berater).
Früh gesäte Bestände haben zum Teil schon das 4-Blattstadium erreicht. Hier steht bereits ein Wachstumsreglereinsatz an, damit die Bestände bis zum Winter nicht überwachsen. Zu diesem Termin erreicht man in der Regel die beste wuchsregulierende Wirkung. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird auf diesen Flächen eine zweite Maßnahme notwendig werden (Abstand ca.14 Tage).




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