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Problemunkräuter auf der Stoppel bekämpfen

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Perennierende Unkräuter (= „ausdauernd/wiederkehrend“ → Winden, Distel, Ampfer, Quecke, …) können in der Kultur meist nur unterdrückt und nicht nachhaltig bekämpft werden, da diese Unkräuter wärmeliebend sind und daher erst recht spät auflaufen.


Die Behandlung mit einem glyphosat-haltigen Totalherbizid nach der Ernte ist daher ein wichtiges Instrument diese auszuschalten. Damit die Pflanzen ausreichend Wirkstoff aufnehmen können, müssen mindestens drei frische Laubblätter vorhanden sein. Deshalb sollte nach der Ernte und dem Stoppelsturz bis zur Applikation zunächst min. 14 Tage zur Regeneration und Massenwachstum der Unkräuter abgewartet werden. Nach der Behandlung sollten bis zur weiteren Bearbeitung noch einmal ca. 14 Tage vergehen, damit der Wirkstoff bis in die Wurzel gelangt.


Standardmäßig empfehlen wir den Einsatz von 1.800 gr / ha Glyphosat. Bei schwer bekämpfbaren Unkräutern wie Disteln, Winden und Ackerschachtelhalm empfehlen wir 5 ltr / ha Kyleo (Glyphosat + 2,4-D; keine Anwendung auf drainierten Flächen, Wartezeiten beachten).

Für eine durchschlagende Wirkung wird eine hohe Wirkstoffkonzentration im Spritztropfen benötigt, weshalb niedrige Wasseraufwandmengen (200 l/ha) anzustreben sind.

Der Zusatz von 0,15% Kantor bringt hierbei deutliche Wirkungsvorteile in Geschwindigkeit und Effizienz!


Die Glyphosat-Auflagen (Auszug) sind zu beachten:

- generell keine Anwendung in Naturschutzgebieten und Wasserschutzgebieten

- Einsatz bei Mulch- und Direktsaatflächen ganzflächig möglich (außer o.g. Gebiete)

- Bei Pflugsaat Anwendung nur auf Teilflächen gegen „perennierende Unkräuter“

Fotodokumentation der Unkräuter wird empfohlen

 

ACHTUNG: RAPSSTOPPEL

Neben der Unkrautbekämpfung gilt es beim Ausfallraps jegliche Körner zum Keimen zu bringen. Dazu müssen die Körner mit dem Boden in Kontakt kommen (nicht vergraben!). Dies funktioniert sehr gut mit einem Striegel, Mulcher oder einem sehr flachen Grubberstrich.

Vermeiden Sie eine „grüne Brücke“, damit Krankheitserreger (zB Sclerotinia, Phoma, Kohlhernie,…) unterbrochen werden. Deshalb sollte der Ausfallraps im 2-Blatt-Stadium chemisch oder mechanisch bekämpft werden.

 
 
 

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