Aktuelle Marktnews
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29.10.2026
GETREIDE
Der globale Weizenmarkt lebt weiter von der Hoffnung, dass sich die Bedingungen für die Schifffahrt im Schwarzen Meer normalisieren. Der sich in den Kursrückgängen der vergangenen Tage widerspiegelnde Optimismus der Händler steht jedoch im Gegensatz zur tatsächlichen Haltung Moskaus. Russland hat zwar Gespräche mit der Türkei bestätigt, Vertreter des Außenministeriums betonten jedoch, dass sie derzeit keine Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Schwarzmeer-Getreideinitiative sehen. Zu welchem Ergebnis die diplomatischen Bemühungen führen könnten, ist damit völlig offen. Für den Moment konnten die Kurse jedenfalls etwas nachgeben, allerdings sind die Verluste an den Börsen deutlich höher als auf dem Kassamarkt, da hier die logistischen Herausforderungen weiterhin eine größere Rolle spielen.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Die Rapspreise sind auf hohem Niveau wieder etwas volatiler. Die neue Ernte 27 frei ADM Spyck Kleve wird heute mit ca. 518- gehandelt. Vorkontrakt bleiben weiterhin lukrativ und sollten zur Teilabsicherung abgeschlossen werden.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Das steigende Angebot aus der zurzeit laufenden Ernte in den USA und der festere US-Dollar zogen die Sojakurse in den USA weiter nach unten. Auch fallende Rohölpreise belasteten den Ölsaatenhandel. In Europa steht zurzeit das wieder einmal diskutierte Lieferkettengesetz (EUDR) im Mittelpunkt. In diesem Jahr scheint es so gut wie sicher, dass es zum 30.12.2026 umgesetzt wird. Daher legen sich einige Marktakteure noch im alten Jahr größere Lagerbestände an, da nicht sicher ist, wie viel EUDR-konforme Ware in Q1 bis zur neuen Ernte in Südamerika zur Verfügung stehen wird. Sollten sich diese Sorgen allerdings nicht bestätigen, könnte der Markt durch die hohen Lagerbestände und zusätzlich neue Importe preislich stark nachgeben.
RAPSSCHROT
Aufgrund vorderer Engpässe, steigen die Rapsschrotpreise bis zum Jahresende aktuell recht stark an. Ab Februar können die Terminpreise die zuletzt erreichten Preisniveaus halten. Ein Eindeckung bis min. Ende Januar, aber auch Ende März/April, scheint sinnvoll, darüber hinaus ist durchaus noch Abwärtspotenzial im Markt zu erkennen.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Es bleibt bei einer unverändert sehr angespannten Situation. In den letzten Tagen hat sich der Gaspreis immer näher der 100 € Marke je MWh genähert. Heute hat der Novemberkontrakt die 100 € Marke tatsächlich geknackt. Die Hersteller haben schon vorher ihre Preise zurückgezogen und beobachten die weiere Entwicklung: Auch die Schiffs und LKW Logistik bleibt weiter angespannt. Zwar haben die Regenfälle die Pegel etwas steigen lassen - eine nachhaltige Entspannung ist aber erforderlich, um die Schiffsauslastungen wieder zu gewährleisten.
ENERGIE
Der Ölmarkt bleibt auch in dieser Woche von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Nach einem erneuten Preisanstieg gibt Brent aktuell leicht auf rund 114 US-Dollar je Barrel nach, da Hoffnungen auf neue Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran für etwas Entspannung sorgen. Gleichzeitig halten die zunehmenden Angriffe auf Energieanlagen und Transportwege im Nahen Osten das Risiko weiterer Lieferausfälle hoch. Auch der Dieselmarkt bleibt angespannt, wenngleich eine Erholung der russischen Raffinerieproduktion für eine leichte Entlastung sorgen könnte. In Deutschland erschwert das anhaltende Niedrigwasser am Rhein weiterhin die Mineralöllogistik und erhöht die Gefahr regionaler Lieferverzögerungen. Insgesamt bleibt der Markt äußerst schwankungsanfällig, wobei politische Entscheidungen und mögliche Versorgungsstörungen kurzfristig für deutliche Preisbewegungen sorgen können.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 28.10.26: 1,32€ (Vorwoche 1,40€)
Das Schlachtschweineangebot bleibt weiterhin umfangreich und geht insgesamt über den Bedarf hinaus. Fallende Preise sind in der neuen Schlachtwoche die Folge.




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