Aktuelle Marktnews
Lese hier das aktuelle Markt-Geschehen - jede Woche neu!

23.10.2026
GETREIDE
Obwohl Lieferungen aus den russischen und ukrainischen Schwarzmeerhäfen weiter ausbleiben, sehen Händler derzeit keine Versorgungsengpässe am Weltmarkt. Ein Grund ist die verhaltene Nachfrage der Importländer, die zunächst die bevorstehenden Ernten in Australien und Argentinien abwarten. Außerdem sorgen neue Gerüchte um Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter Moderation der USA für Abverkäufe an den Börsen, sodass die Preise am Dienstag und Mittwoch recht stark gefallen sind. Wie viel Glauben man diesen Gerüchten jedoch schenken darf, wird sich in den kommenden Tagen/Wochen zeigen. Der physische Markt hält sich dem gegenüber recht fest, da die regionalen logistischen Herausforderungen überwiegen.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Die Rapspreise sind auf hohem Niveau wieder etwas volatiler. Die neue Ernte 27 frei ADM Spyck Kleve wird heute mit ca. 518- gehandelt. Vorkontrakt bleiben weiterhin lukrativ und sollten zur Teilabsicherung abgeschlossen werden.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Händler an der CBoT stellten Long-Positionen glatt, da sich das Erntetempo in den USA für Sojabohnen erhöht und die Wetterbedingungen für die Fortsetzung der Kampagne in dieser Woche gut sind. Begrenzt wurden die Verluste in Chicago durch weitere Käufe Chinas. Das USDA meldete am Dienstag den Verkauf von 612.000 Tonnen Sojabohnen in die Volksrepublik zur Lieferung in der Saison 2026/27. In Westeuropa bleiben die Kassapreise jedoch weiterhin hoch, da die logistischen Herausforderungen anhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt zurzeit auf dem NON-GMO Sojaschrot, das auf ein Niveau von über 70€/dt ab Station geschossen ist. Grund dafür liegt im Importprogramm, das zurzeit vor allem ukrainische Importe vorgesehen hat, die nun ausbleiben - daher fehlt die Ware aktuell und die Preise steigen täglich an.
RAPSSCHROT
Die Preise für Rapsschrot konnten sich etwas stabilisieren bzw. zuletzt sogar nachgeben und entkoppeln sich damit weiter vom angespannten Sojaschrotmarkt. Entsprechend interessant bleiben die Rapsschrotpreise gegenüber den anderen Eiweißprodukten.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Es bleibt bei einer unverändert sehr angespannten Situation. Neben wieder angezogenen Gaspreisen rückt nun die Logistik wieder in den Vordergrund. Viele geplanten Düngerlieferungen per Schiff werden zur Zeit wegen Niedrigwasser nicht aufgeführt. Oft wird auf LKW Frachten umgestellt, was den Frachtraum knapp werden lässt. Sollte in den nächsten Monaten nicht planmäßig eingelagert werden können, wird das die flexible Nachorder im Frühjahr unmöglich machen, da zunächst der Rückstand abgearbeitet werden muss. Nur mit maximaler Verbindlichkeit und Vorplanung der Mengen seitens der Landwirtschaft kann in der Lieferkette durchgeplant werden.
ENERGIE
Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland werden vorbereitet, ob Diese allerdings stattfinden ist mehr als fraglich! Die Ölpreise reagieren zwar immer wieder auf Meldungen zum Krieg in der Ukraine, bevor aber nicht wirklich etwas konkretes im Raum steht, werden Abwärtsbewegungen begrenzt bleiben! Saudi-Arabien wurde auch gestern wieder Ziel weiterer Attacken der Houthis- einer militärischen Gruppierung im Jemen, die vom Iran unterstützt wird. Im Zuge der Angriffe steigen die Ölpreise. Ein bisschen Licht und viel Schatten-so kann man die Lage und Stimmung an den Ölbörsen momentan beschreiben, die sich nahe ihrer 6 Monatshochs aufhalten und derzeit weder in die eine, noch in die andere Richtung große Sprünge machen.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 21.10.26: 1,40€ (Vorwoche 1,40€)
Das Schlachtschweineangebot fällt gut bedarfsdeckend aus, fließt aber weitgehend ab. In der neuen Schlachtwoche kann mit einem unveränderten Preis gerechnet werden.




Kommentare