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Raps winterfest machen: Die „10-10-10 – Regel“

vor 9 Stunden
1 Min. Lesezeit


Bislang haben sich fast alle Rapsbestände durchweg gut entwickelt. Insbesondere früh gesäte Flächen bergen nun jedoch die Gefahr des „Überwachsens“ vor dem Winter. Milde Herbsttemperaturen und ein gutes Nährstoffangebot begünstigen dies zusätzlich.

Beim „Überwachsen“ geht er Raps vorzeitig ins Längenwachstum, indem sich der Vegetationskegel vom Boden abhebt. Dadurch verliert der Raps seine natürliche Frosthärte durch den Schutz des Bodens. Zudem verliert er an Standfestigkeit, da der Raps seine Energie beim Längenwachstum in weiches, labiles Gewebe steckt, anstatt eine kräftige Pfahlwurzel auszubilden.


Um dem frühzeitigen Längenwachstum entgegenzuwirken und eine ausreichende Winterhärte zu gewährleisten ist die „10-10-10 – Regel“ als Ziel anzustreben:

10 cm Pfahlwurzel, 10 mm Wurzelhalsdurchmesser und 10 Blätter

…bis zum Ende der Vegetation

„Flotte, frühe“ Bestände sind daher frühzeitig einzukürzen (4-5 Laubblätter). Hier ist meist eine Nachlage erforderlich.


„Träge, späte“ Bestände müssen wiederum unterstützt werden durch eine gute Nährstoffversorgung und konkurrenzlosem Wachstum. In ungleichmäßig aufgelaufenen Beständen ist eine Wachstumsreglermaßnahme zum „Geradeziehen“ sinnvoll.

Frühe Behandlungen im 4-5 Blattstadium des Rapses kürzen stärker ein als spätere, unabhängig von der Aufwandmenge. Gleichzeitig wird mit dieser Maßnahme ein Fungizidschutz appliziert. Bei nassen und kurzen Wintern ist die Gefahr von Phoma-Infektionen deutlich erhöht.

 
 
 

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