Aktuelle Marktnews
- 21. Mai
- 3 Min. Lesezeit
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21.05.2026
GETREIDE
Die Börsen bewegen sich nach dem USDA-Bericht aus der letzten Woche massiv auf- und abwärts. Somit hat sich das Preisniveau in Summe kaum verändert und auch der physische Markt bleibt ziemlich unberührt von den starken Schwankungen. Was bleibt, ist dennoch die Tatsache, dass a) Nordamerika zu trocken ist und die Getreidebestände irreparable Schäden davon tragen und b) die Hoffnung der US-Farmer an den Agrardeal zwischen den USA und China groß ist. Da die Chicago Board of Trade in den USA ihre Heimat hat, spiegelt sie diese beiden Faktoren besonders deutlich mit unterstützten Preisen wider. Auf der anderen Seite aber nicht zu vergessen, dass uns immer noch die zweitgrößte globale Weizenernte erwartet und wir auch in unserem Erfassungsgebiet eine sehr ordentliche Ernte erwarten. Welche Seite sich schließlich durchsetzt bleibt abzuwarten. Eine Entkopplung des regionalen physischen Marktes vom globalen Markt scheint während der Ernte aber realistisch.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Der Rapspreis bleibt weiterhin oberhalb der 500,- volatil. Der Preis ex Ernte ADM Spyck liegt bei ca. 515,00 €
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Wie berichtet wird, scheinen sich Trump und XI während ihres Treffens in China auf einen Agrardeal geeinigt zu haben. Dieser beläuft sich auf ein Importvolumen Chinas aus den USA in Höhe von 17 Mrd. US-Dollar über alle Agrarprodukte. Die große Frage bleibt allerdings, ob die verhandelten Sojabohnenmengen (ca. 25 Mio. Tonnen) dort schon inkludiert sind oder noch dazu kommen. Außerdem wurde diese Einigung seitens China noch nicht offiziell bestätigt. Wieder einmal viel Verwirrung - was bleibt ist aber die Euphorie der US-Farmer und der Börsianer über den vermeintlichen Deal, die die Preise weiter antreibt.
RAPSSCHROT
Die erreichten Niveaus halten sich zurzeit stabil. Vor dem Hintergund der globalen Unsicherheiten und der starken Unterstützung in den vorderen Eiweißmärkten, scheint eine (Teil-) Deckung für August-Januar immer sinnvoller - auch wenn mit einsetzender Rapsernte durchaus Druck zu erwarten ist. Was zurzeit weiterhin fehlt, ist die versprochene Nachfrage nach Rapsöl. Sobald diese steigt, sollte der Schrotpreis (zumindest in der Theorie) sinken.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Die N Preise verlaufen zur Zeit seitwärts ohne eine nochmals steigende Tendenz nach oben. Dies liegt allerdings an ausreichend Mengen im Großhandel und einer in den letzten Wochen schwachen Nachfrage. Nachfrageseitig werden vor allem Grünland und Ackerfutterflächen den Bedarf abbilden. Auf der Industrieseite ist keine Preisentspannung erkennbar. Es ist zu erwarten, das die Industrie sehr spät mit Offerten für die Einlagerung 26/27 an den Markt geht. Mit dem Stand von heute passen die möglichen Erlöse aus dem Ackerbau in keiner Weise zu den erwartbaren Düngerkosten.
ENERGIE
Diese Woche steht der Ölmarkt weiterhin stark unter dem Einfluss der politischen Entwicklungen im Iran. Vor allem die verschärfte Rhetorik von Donald Trump gegenüber dem Iran sorgt an den Märkten für Unsicherheit, da neue Sanktionen oder härtere Maßnahmen Auswirkungen auf die globale Ölversorgung haben könnten. Dadurch reagieren die Preise empfindlich auf politische Aussagen und Nachrichten aus dem Nahen Osten. Gleichzeitig verhindern hohe Fördermengen und stabile Lagerbestände bislang stärkere Preissprünge. Vor diesem Hintergrund kann es sinnvoll sein, geplante Dieselkäufe frühzeitig abzusichern, um flexibel auf mögliche Marktverwerfungen reagieren zu können.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 20.05.26: 1,60€ (Vorwoche 1,60€)
Das Angebot am deutschen Markt fällt regional unterschiedlich aus, ist aber insgesamt passend zur Nachfrage. Der Preis für die neue Schlachtwoche entwickelt sich stabil.




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