Aktuelle Marktnews
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23.04.2026
GETREIDE
Die Weizenkurse an der CBoT zogen am Montag weiter an. Eine Kältewelle hatte am Wochenende in Teilen des Mittleren Westens und der Plains die Furcht vor weiteren Schäden geschürt. In wichtigen Anbauregionen wie Kansas, Oklahoma und Texas leidet der Weizen seit Wochen unter Trockenheit. In den kommenden Tagen werden einige Niederschläge erwartet, was den Preisanstieg dennoch begrenzte. Gestützt wurde Weizen auch vom festeren Ölmarkt. Die Kurse für Rohöl zogen am Montag wieder an, da die Straße von Hormus nun doch weiter gesperrt ist und unklar ist, ob die USA und der Iran die Friedensverhandlungen fortsetzen. Alterntig hat die Gerste den Weizen preislich mittlerweile deutlich überholt, da die übrigen Mengen scheinbar knapper werden bei weiterhin sehr stabiler Nachfrage, gerade aus den Niederlanden.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Fundamentale Daten über die weltweite Rapsversorgung treten weiterhin in den Hintergrund. Der Rapsmarkt bleibt weiterhin volatil und er hängt vollständig an der Nachrichtenlage. Raps ex Ernte frei Spyck Kleve 2026 liegt bei ca. 490,00 €.Das Niveau bleibt zur Absicherung interessant. Die Schwankungen liegen bei bis zu 10,00 € pro to und Tag. Die Wertigkeit des Rapses liegt deutlich über dem doppelten Weizenpreis. Auch aus diesem Blickwinkel ist der Rapspreis getrieben durch den Rohölpreis sehr gut bewertet.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Auch der Soja-Markt bleibt vorne unter Spannung. Neben den politischen Schauplätzen, hat dies auch recht “einfache” Gründe des Angebots und der Nachfrage. Denn bei unattraktiv erscheinenden Terminpreisen, bleiben aktuell viele Marktteilnehmer nur vorne gedeckt und leben “von der Hand in den Mund”. Das führt also dazu, dass die Nachfrage vorne am größten ist und die Preise unterstützt bleiben. So verlässt aktuell kein unverkauftes Schiff die Überseehäfen und wir bekommen in Europa wirklich nur die Ware, die gerade so benötigt wird. Ein Überangebot und entstehender Druck, den man sonst durch die südamerikanische Ernte kennt, bleiben daher weiterhin aus.
RAPSSCHROT
Die Lage am Persischen Golf bleibt unübersichtlich und führt zu wieder steigenden Rohölpreisen. Dies sorgt auch bei den Ölsaaten für erneute Preisanstiege. Bei gleichzeitig ausbleibender Rapsöl-Nachfrage muss das Schrot eine erhebliche größere Ertragslast bringen und bleibt daher vorne weiterhin teuer. Ob eine Entspannung bis zur neuen Ernte kommt, scheint aktuell sehr ungewiss, da es bis dahin auch einige logistische Nadelöhre gibt. Die Ölmühle der Cargill in Salzgitter und Thywissen in Neuss gehen in Wartungsarbeiten, während Magdeburg und Spyck immer wieder GMO-Crushs einschieben. Zudem geht Rapsschrot aus Deutschland und BeNeLux in Richtung England, da eine Ölmühle der ADM dort schon seit mehreren Monat still steht.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Es bleibt bei einer unveränderten Lage beim Dünger. N Dünger und Phosphordünger sind sehr fest im Preis. Kali ist für diese Düngesaison nicht mehr betroffen.
ENERGIE
Diese Woche bewegt sich der Ölmarkt in einem Spannungsfeld aus leichtem Überangebot und geopolitischen Risiken. Während hohe Fördermengen und stabile Lagerbestände die Preise eher dämpfen, sorgen politische Unsicherheiten weiterhin für kurzfristige Preisschwankungen. Die Nachfrage zeigt sich insgesamt verhalten, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübt. Insgesamt bleibt die Lage volatil und schwer vorhersehbar, weshalb empfohlen wird, Dieselbestände vorsorglich aufzufüllen, um möglichen Lieferengpässen vorzubeugen.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 22.04.26: 1,70€ (Vorwoche 1,70€) Insgesamt reicht das
Schlachtschweineangebot aus, um den bestehenden Bedarf zu decken. Es bleibt bei ausgeglichenen Marktverhältnissen und einem unveränderten Preis.




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