Aktuelle Marktnews
- sandrarueth
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
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15.01.2026
GETREIDE
Der USDA-Bericht überraschte am vergangenen Montag mit deutlich angehobenen globalen Endbeständen sowohl im Weizen (+3,4 Mio. Tonnen) als auch im Mais (+11,75 Mio. Tonnen). Dies führte zu einer heftigen Abwärtsbewegung an den Börsen, die sich dann am Dienstag wieder leicht korrigierte, unterm Strich für diese Woche dennoch negativ bleibt. Die weltweite sehr gute Versorgung mit Getreide wurde damit nochmals unterstrichen und einem Aufwärtspotenzial wenig Spielraum gelassen. Auf den bereits erreichten niedrigen MATIF-Niveaus gilt es dennoch vorsichtig zu sein, da Wettermärkte und politische Nachrichten kurzfristigen Einfluss üben können.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Der Rapspreis ex Ernte Spyck 2026 liegt weiterhin bei ca. 440,- €. Allgemein wartet der Ölsaatenkomplex auf die Nachrichten aus China. Aus diesen Nachrichten sind dann Preissignale abzuleiten.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Auch die globalen Sojabohnenendbestände schätzte das US-Agrarministerium am Montag nochmals um 2,0 Mio. Tonnen nach oben, da die südamerikanische Ernte weiterhin mit großen Mengen wartet (Brasilien: 178 Mio. t; Argentinien: 48,5 Mio. t; Paraguay: 11 Mio. t). Diese Ernte wird auch den europäischen Markt zwischen März und Mai unter Druck bringen. Vorne gilt es dennoch, gedeckt zu sein, um bei kurzfristigen Preissprüngen durch Währungsschwankungen und/oder politischen Entwicklungen auf der sicheren Seite zu sein.
RAPSSCHROT
Zwar drückt die große Sojabohnenernte auf den gesamten Eiweißmarkt, dennoch steht für den europäischen Rapsschrot-Markt zurzeit das Treffen zwischen Kanada und China im Vordergrund. Sollte eine Einigung erzielt werden, würde wieder GMO-Rapssaat aus Kanada den Weg in Richtung China finden und es würde etwas Druck aus dem europäischen Rapsschrot-Markt verschwinden, zumindest kurzfristig. Langfristig sollte der Druck hingegen über die sehr gute globale Eiweißbilanz (Soja-/Sonnenblumen-/Rapsschrot) überwiegen.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Keine Nachrichten aus dem Düngermarkt. Die Preise verlaufen seitwärts. Neugeschäfte sind selten. Die Industrie ist bis Ende Februar ausgelastet . AHL ist und bleibt weiterhin sehr teuer. Die hohe französische Nachfrage sorgt für äußerst stabile Preise. DAP und damit auch alle andere UF Mais Dünger sind nicht billiger geworden und sollten nun von der Landwirtschaft geordert werden um die Planung und Auslieferung zum Saisonstart zu ermöglichen.
ENERGIE
Der Ölmarkt ist aktuell von einem Überangebot geprägt, da die Förderung schneller wächst als die Nachfrage, die wegen schwächerer Konjunktur und struktureller Veränderungen nur moderat zunimmt. Dadurch stehen die Ölpreise unter Druck und bleiben voraussichtlich eher niedrig. Die Situation im Iran spielt dabei als geopolitischer Risikofaktor eine Rolle: Sanktionen und politische Spannungen können kurzfristig für Preisschwankungen sorgen, haben bisher aber keinen entscheidenden Einfluss auf den grundlegenden Trend. Insgesamt dominieren weiterhin Überangebot und gedämpfte Nachfrage das Marktgeschehen.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 14.01.26: 1,45€ (Vorwoche 1,45€)
Nach dem Preisrückgang fließt das weiterhin umfangreiche Angebot zügiger ab, so dass in der neuen Schlachtwoche mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet werden kann.




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