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Zuckerrüben – Unkrautmanagement

  • 14. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind aufgrund von Nässe und Kälte noch nicht viele Rüben in die Erde gekommen. Dies wird aber nun zeitnah geschehen. Beim Herbizidmanagement ist der Begriff „NAK“ mehr denn je wieder wörtlich zu nehmen: „Nachauflaufbehandlung im Keimblattstadium der Unkräuter“. Dies hat zur Folge, dass wir gegebenenfalls mehr als die klassischen drei Herbizidbehandlungen einplanen müssen. Eine trockene Witterung mit einhergehend dicken Wachsschichten verstärkt das Problem der Unkrautkontrolle zunehmend. Denken Sie daher auch bei geringen Niederschlagsereignissen über eine Vorauflaufanwendung nach.


Vorteile gibt es viele: Der erste Unkrautdruck kann ohne Kulturschäden herausgenommen werden, nachfolgende NAK`s können flexibler gestaltet (Arbeitsspitzen entzerren) und womöglich auch geringfügig reduziert werden.


Grundlegende Faktoren gilt es zu beachten:

  • kleine Unkräuter werden mit kleinen Tropfen besser bekämpft

  • keine Herbizideinsätze vor oder direkt nach Nachtfrösten

  • ca. 5-6 Tage nach der Spritzung ist eine Wirkung erkennbar, nach 7-10 Tagen ist die Wirkung zu beurteilen und die 2. NAK zu planen

  • ohne ausreichende Bodenfeuchte sind die Bodenpartner, z.B. Goltix Titan, immer herunter, die blattaktiven Mittel, z.B. Belvedere Duo, hochzufahren und unter Umständen, bei größeren Kräutern und dicken Wachsschichten, mit reinem PMP (Betasana) oder Clopyralid zu ergänzen

  • Ausfallraps ist im Keimblattstadium des Rapses zu bekämpfen (1,5 ltr Metamitron), alle anderen Faktoren (Wachsschicht, Stadium Kultur) sind nachrangig!

  • Venzar wird auf Standorten mit Ausfallraps und Knöterich-Druck nun zum „Standard-Produkt“ werden. In der 1. NAK und auf extremen Sandstandorten sollte es aber nur reduziert zur Anwendung kommen

  • der Zusatz von Kantor ist in Rüben unerlässlich, um die Behandlung griffiger und zugleich verträglicher zu gestalten (inkl. Wasserkonditionierung)

  • bei trockenen Bedingungen sollte eine Behandlung in den Morgenstunden angestrebt werden; die griffigere Wirkung kann den Unterschied ausmachen

  • Ethofumesat verringert die Wachsschicht deutlich – also Vorsicht bei starker Sonneneinstrahlung und niedriger Wachsschicht bei vorausgegangenen Niederschlägen

  • vor jeder Fahrt in die Rüben sind die Spritzen gründlich zu reinigen

  • geben Sie immer auf Läuse Acht! Neben der Gefahr der Virusübertragung, leiden die Rüben sichtbar unter der teilweise massiven Saugtätigkeit


Wir stellen gemeinsam Ihre individuelle Herbizidstrategie zusammen.

 
 
 

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