Situation Düngermärkte Frühjahr 2027
Wir haben in den letzten Wochen bei unseren Veranstaltungen, im Rundschreiben und im persönlichen Gespräch über die angespannte Lage auf dem Düngemittelmarkt informiert. Daraus resultierend ist in den letzten Wochen eine größere Vorkaufsbereitschaft bei unseren Kunden geweckt worden und wir konnten verbindliche Mengen aufschreiben. Inzwischen ist auch beschlossen das 60 Mio. € Krisenbeihilfe aus dem EU-Haushalt der deutschen Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden, um die Betriebe bei den erhöhten Düngekosten zu entlasten. Die Auszahlung soll unbürokratisch aus Basis der Flächenanträge erfolgen. Sie brauchen zunächst noch keine Anträge stellen - die Umsetzung wird zurzeit in der Politik abgestimmt.
Logistikprobleme werden zur Herausforderung
Die Preissituation wird sich bis zum Frühjahr nicht entspannen. Die für die N Düngerproduktion wichtigen Gaspreise liegen mittlerweile bei 96 € MWh. Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit der einzelnen Düngersorten gegeben und Industrie und Handel haben entsprechende Abschlüsse getätigt. Große Sorge bereitet der Branche der Rückstand in der Auslieferung. Durch Niedrigwasser in den Flüssen und der Verlagerung der Logistik auf LKW ist es zu einem deutlichen Rückstau in der Düngereinlagerung gekommen. Dieser Rückstau wird sich ohne deutliche Entspannung bei den Pegelständen bis zum Frühjahr kaum abbauen lassen.
Verbindliche Vorplanung des Düngerbezuges notwendig
Aus der beschriebenen Situation lässt sich ableiten, dass eine flexible Nachorder im Frühjahr insbesondere bei den Stickstoff-Schwefel Düngern (Flüssig + Fest) und bei den P Düngern kaum möglich sein wird. Wir empfehlen deshalb dringend - insbesondere für die Startgabe bei Getreide und Raps und die Mais UF Düngung - ihren Mengenbedarf mit uns zu besprechen.




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