Einschätzung der Marktsituation beim Dünger - Vorkauf bei Schwefeldüngern empfohlen!
- vor 20 Stunden
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Die Krise am Golf seit dem Frühjahr 2026 hat zu massiven Verwerfungen bei der globalen Düngerversorgung geführt. Durch die in der Region angesiedelte Ölförderung wird dort ebenfalls Erdgas gefördert – ein wichtiger Grundstoff für die Ammoniak- und Harnstoffproduktion. Die Erdölentschwefelungsanlagen liefern den Grundstoff für Schwefelsäure, die zur Herstellung schwefelhaltiger Dünger und für den Aufschluss von Phosphordüngern benötigt wird. Alle diese Grundstoffe müssen durch die blockierte Straße von Hormus transportiert werden.
Seit einigen Wochen steigt auch der zuvor volatile Erdgaspreis nachhaltig an. Die lahmende Industrieproduktion in Deutschland lässt zudem das „Abfallprodukt“ ASL knapp werden.
Ohne nachhaltige Friedensbemühungen wird sich die Preissituation nicht entspannen. Selbst bei einem kurzfristigen Frieden im Nahen Osten wird es Monate dauern, bis sich die Handelsströme normalisiert haben.
Für die kommende Düngersaison muss deshalb mit dem jetzigen Preisgefüge geplant werden. Besonderes Augenmerk ist auf alle schwefelhaltigen NS-Dünger wie ASS, SSA sowie die flüssigen 19/5- und 15/6-Varianten zu legen.
Im Rapsanbau – der in diesem Jahr massiv ausgebaut wurde – ist eine Schwefeldüngung unverzichtbar.
Ohne eine entsprechende Vorplanung und Vorkaufsbereitschaft aus der Landwirtschaft wird bei Schwefeldüngern eine durchgängige Versorgung nicht möglich sein.
Empfehlung:
Wir empfehlen Ihnen dringend, auf Basis Ihrer Anbauplanung Ihren Bedarf an Schwefeldüngern zu 100 % vorzukaufen. Bei NP-Unterfußdüngern empfehlen wir, sich im Rahmen der Frühbezugsaktion für Mais mit mindestens 65 % Ihres Bedarfs einzudecken.
Bei reinen N-Düngern wie KAS und AHL kann es gegebenenfalls aus Gründen der Risikostreuung sinnvoll sein, den Markt zunächst zu beobachten.
Ab September bieten wir Ihnen entsprechende Vorkaufsoptionen an.




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