Aktuelle Marktnews
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16.04.2026
GETREIDE
Da es im Konflikt zwischen dem Iran und den USA in dieser Woche kaum neue Nachrichten gab, richtete der Markt seine Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Erwartungen an die neue Ernte. An der Euronext litt der Weizen unter einem deutlich festeren Euro, der gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang März stieg. Auch sinkende Ölpreise wirkten an den Agrarmärkten preisdämpfend. So befinden sich in Russland nahezu 100% der Winterkulturen in einem zufriedenstellenden Zustand. Die nordafrikanischen Länder beginnen bereits mit der Ernte und erwarten ebenfalls Rekorderträge, die auf die Importnachfrage drücken dürften. Einzig in den USA macht man sich zurzeit etwas Sorgen über ausbleibende Niederschläge.
Die Echtzeit-Börsenkurse finden Sie in der App unter dem Button „Watchlist“ oder auch unter www.agriV.de
RAPS
Fundamentale Daten über die weltweite Rapsversorgung treten weiterhin in den Hintergrund. Der Rapsmarkt bleibt weiterhin volatil und er hängt an geopolitischen Ereignissen – “oder an den Aussagen des US Präsidenten”: Das Preisniveau ist dennoch für die Kontraktabsicherung interessant. Raps ex Ernte frei Spyck Kleve 2026 liegt bei ca. 485,00 €.
EINZELFUTTERMITTEL
SOJASCHROT
Die Nachricht nach dem vergangenen Wochenende, dass die USA die iranische “Öl-Umschlagsinsel” Kharg blockieren wollen, sorgte erst für einen erneuten Preisanstieg. Gedeckelt wurde dieser von einem wieder festeren Euro mit knapp 1,18. Da anschließend keine Neuigkeiten aus dem Iran kamen, fokussierte der Markt wieder mehr Richtung Fundamentaldaten, die weiterhin vielversprechend sind. Entsprechend konnten sich die Sojakurse von dem Preissprung erholen, bleiben aber trotzdem stabil.
RAPSSCHROT
Der Rapsschrotmarkt kann den Schwung weiter mitnehmen und besonders die vorderen Preise ziehen weiter an. Es scheint zurzeit an physischen Freistellungen zu fehlen, was vor allem den Mischfutterunternehmen, die die Ware zur Produktion benötigen, sowie dem Handel in die direkte Landwirtschaft, zusetzt. Eine Besserung scheint durch die kommenden Feiertage, die eingeschobenen GMO-Crushs und die Unterstützung aus dem Sojamarkt kurzfristig nicht greifbar. Auf Termin dann deutlichere Preisabschläge.
DÜNGER
N-, P-, K-Dünger
Es bleibt bei hohen Düngerpreisen. N- und P-Dünger sind hauptsächlich betroffen. Die Kali-Märkte zeigen sich unbeeindruckt und sind von den politischen Ereignissen abgekoppelt. Eine Entspannung ist auf Sicht nicht zu erwarten. Die Industrie ist mit Aufträgen bis in den Mai gut ausgelastet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Preisfindung für die Einlagerung 2027 schwierig gestalten wird. In der vergangenen Woche wurde für das erste Quartal 2026 der CBAM-Aufschlag festgelegt. Importeure Zahlen pro Tonne CO2-Äquivalent (CO2e) einen Betrag von 75,36 €. Für den N-Dünger Import ist Europa damit uninteressant geworden, was die Entwicklung der Warenströme und damit die Düngerpreise beeinflussen wird.
ENERGIE
Diese Woche zeigt sich der Ölmarkt leicht unter Druck, da steigende Fördermengen und hohe Lagerbestände die Preise belasten. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen weiterhin für kurzfristige Aufwärtsimpulse und verhindern stärkere Rückgänge. Die Nachfrage bleibt insgesamt verhalten, was die Marktstimmung zusätzlich dämpft. Insgesamt bleibt der Ölmarkt volatil und uneinheitlich, weshalb empfohlen wird, Dieselbestände rechtzeitig aufzufüllen, um möglichen Lieferengpässen vorzubeugen.
SCHWEINE
VEZG Notierung
Die VEZG Notierung vom 15.04.26: 1,70€ (Vorwoche 1,70€)
Die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt entwickelt sich vornehmlich ausgeglichen. In der neuen Schlachtwoche bleibt es weiterhin bei einem stabilen Schweinepreis.




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