Rüben: Blattapparat schützen
- 3. Juli
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Die Rüben haben sich prächtig entwickelt und haben mit dem Dickenwachstum des Rübenkörpers längst begonnen.

Der Zuckerertrag korreliert direkt mit einem gesunden und üppigen Blattapparat. Die ab dem 10. Blatt neu gebildeten 10 - 12 Blätter sind hauptverantwortlich für die Assimilation und Ertragsbildung und damit auch für die Zuckereinlagerung. Die Blätter können Trockenheit, Nässe, Nährstoffmangel und Krankheiten zum Opfer fallen. Von Cercospora befallene Blätter sterben ab und senken durch die Neubildung der Blätter aus dem Rübenkörper dessen Zuckergehalt. Durch den schon weit entwickelten Blattapparat entsteht im Bestand ein Mikroklima, welches pilzliche Erreger besonders gerne mögen. Gerade bei sehr heißen Temperaturen breitet sich Cercospora dann sehr schnell aus. Entsprechend sollten die Rüben frühzeitig geschützt werden. Viele Bestände wurden daher richtigerweise schon Mitte Juni mit Mantus (Kupferprodukt) behandelt. Durch diese „T0-Maßnahme“ werden vorhandene Erreger beseitigt und der „echte“ Fungizideinsatz hinausgezögert, damit wir auch im weiteren Saisonverlauf noch leistungsstarke Werkzeuge zur Bekämpfung von Cercospora in der Hand haben. Auch diese Fungizide gilt es in Tankmischung mit Mantus aufzuwerten.
Weiterhin ist eine Applikation mit Bor in regelmäßigen Abständen nötig, da der Nährstoff „immobil“ ist und im Blatt nicht von alte in junge Blätter verlagert werden kann. Je Tonne Rübenertrag hat die Rübe einen Bedarf von 10 gr Bor, welcher über die Bodenversorgung, Grunddüngung und Blattapplikation gedeckt werden muss. Somit sind der Rübe im Laufe ihrer Vegetation über mehrere Maßnahmen ca. 600 gr Bor / ha über das Blatt mit Blattgold Bor zuzufügen.




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